Sicherheit

Vor der ersten Nutzung ist eine Einführung in die Sicherheitsaspekte und der Funktionen der Anlage durch unsere Schützenmeister obligatorisch.
Muss beim ersten Besuch erfolgen.

Bitte vorgehend 2-3 Tage via E-Mail an den Obmann auf obmann@fsvb.ch.

Sicherheitserziehung

Eine Waffe schiesst nicht von selbst. Irgendein Umstand wie etwa das Betätigen des Abzuges oder das Aufschlagen des Kolbens usw. kann eine Schussabgabe auslösen. Die Waffen selbst sind «sicher»; gefährlich sind die fehlerhaften Manipulationen an der Waffe und der fahrlässige Umgang damit.

Die Sicherheit einer Waffe richtet sich also nach der Ausbildung des Schützen. Ist ihm während dieser Ausbildung eingeprägt worden, den Respekt vor der Waffe zu wahren und die vier Sicherheitsregeln zu befolgen, wird es keine Unfälle geben. Zwischenfälle sind möglich, nicht aber Unfälle.

Zwischenfälle oder Unfälle entstehen nicht nur im Schiessstand oder auf dem Schiessplatz, die Ursachen beginnen überall dort, wo mit einer Waffe hantiert wird. Die Sicherheitsregeln sind deshalb nicht nur beim Schiessen, sondern im täglichen Umgang mit der Waffe zu beachten bzw. anzuwenden.

Sicherheits(grund)regeln 

Diese Regeln(*) müssen dauernd wiederholt und angewandt werden. Sie lauten folgendermassen:

1. Alle Waffen sind immer als geladen zu betrachten

Es gibt keine Ausnahme. Der Umgang mit Waffen ist konsequent und bedingungslos ernst zu nehmen. Die Unfälle ereignen sich immer mit vermeintlich ungeladenen Waffen.

2. Nie eine Waffe auf etwas richten, das man nicht treffen will

Die meisten Schiessunfälle ereignen sich wegen der Nichteinhaltung dieser Regel. Wenn jemand diese Bestimmung verletzt und darauf aufmerksam gemacht wird, so antwortet er in der Regel «meine Waffe ist nicht geladen!» Alle Waffen sind immer als geladen zu betrachten.

3. Solange die Visiervorrichtung nicht auf ein Ziel gerichtet ist, ist der Zeigefinger ausserhalb des Abzugbügels zu halten ("Finger lang")

Ein angeborener Reflex des Menschen ist es, in Stresssituationen die Hände zu verkrampfen. Die Kraft, die eine aufgeschreckte Person dabei ausübt, kann bis 20 kg betragen. Befindet sich der Zeigefinger am Abzugbügel (Abzugswiderstand 2,5 kg), kann dies eine ungewollte Schussabgabe auslösen. Ausserdem benötigt der Zielvorgang mehr Zeit, als mit dem Zeigefinger an den Abzug zu gelangen. Der Schütze verliert also keine Zeit und gewinnt dafür an Sicherheit.

4. Seines Zieles sicher sein

Vor dem Schiessen ist das Ziel immer zu identifizieren. Der Schütze muss sich über die Konsequenzen bei Querschlägern, Fehlschüssen und beim Durchschlagen des Zieles im Klaren sein. Er ist für jeden abgegebenen Schuss verantwortlich.

Nichtbeachten von Sicherheitsregeln

Das nicht beachten von Sicherheitsregeln hat Konsequenzen für den jeweiligen Schützen. 

Anweisungen vom Schützenmeister / Obmann 50m und 300m / Sicherheitspersonal

Die Anweisung der Schützenmeister und Obmann 50m oder 300m sind ohne wenn und aber auszuführen, auch wenn der Schütze anderer Meinung ist. Für die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften ist die Schützenmeisterin oder der Schützenmeister verantwortlich und sie tragen die Verantwortung für den Schiessbetrieb.
 
Nichtbefolgen von Anweisungen des Sicherheitspersonal hat Konsequenzen für den jeweiligen Schützen. In Sicherheitsfragen setzt der FSVB eine Nulltolleranz durch.
 
 

(*) Die 4 Regeln werden Jeff Cooper gutgeschrieben. Laut https://web.archive.org/web/20060810200954/http://harris.dvc.org.uk/jeff/jeff11_4.html:
 
We hoped by this time that the standard rules of safe gunhandling would have become universal throughout the world. They have been arrived at by careful consideration over the years, and they do not need modification or addition. We trust that all the family have them by heart in all languages, but for those who came in late here they are again:
  1. All guns are always loaded. Even if they are not, treat them as if they are.
  2. Never let the muzzle cover anything you are not willing to destroy. (For those who insist that this particular gun is unloaded, see Rule 1.)
  3. Keep your finger off the trigger till your sights are on the target. This is the Golden Rule. Its violation is directly responsible for about 60 percent of inadvertent discharges.
  4. Identify your target, and what is behind it. Never shoot at anything that you have not positively identified.
Those will do. We need all four and we do not need five. It should not be necessary to belabor this issue, but life is not perfect.